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Der Verband

Limburger Stadtgeschichte für alle - Ab sofort auch in Leichter Sprache

Es freuen sich über die neue Broschüre in Leichter Sprache: (von links) Vorsitzender des Verkehrs-und Verschönerungsvereins Paul-Josef Hagen, Mario Rohrer von der Kreissparkasse, die Prüflesergruppe mit Yasin Sahiner, Leska Hartung, Reiner Löbisch und Jessica Louia, sowie Touristinfo-Geschäftsführerin Sonja Quirein und Nachtwächter Helmut Ulm

„Jetzt kann man alles gut verstehen“, sagt Prüfleserin Leska Hartung. Sie und ihre Prüfleser-Kolleginnen und Kollegen sind mächtig stolz auf das was sie in den letzten Wochen geleistet haben: Sie haben den vom Kompetenz Zentrum Leichte Sprache in Westerburg in eine besonders gut lesbare Version übersetzten Altstadt-Führer auf Verständlichkeit geprüft.

„Wir wollen keine schweren Worte und auch keine Fachbegriffe“, sind sich die Prüfleser, allesamt Klientinnen und Klienten der Werkstätten der Lebenshilfe Limburg gGmbH einig. Auch kleine Buchstaben sind nicht beliebt, lieber große Schrift mit vielen Bildern. Das erklärte Ziel bei den wöchentlichen Prüftreffen lautet: Informationen für alle. „Es macht keinen Spaß, wenn man nicht alles versteht“, erklären die Prüfleserinnen und Prüfleser bei der offiziellen Übergabe der neuen Broschüre in der Limburger Touristeninformation in der vergangenen Woche.

Der Vorsitzende des Verkehrs-und Verschönerungsvereins Paul-Josef Hagen, zeigte sich begeistert von der Broschüre. Er war es auch der die Umsetzung der Idee für einen leicht lesbaren Stadtführer von der Geschäftsführerin der Touristinformation Limburg, Sonja Quirein, tatkräftig unterstützte.

Mit Leichter Sprache können sprachliche Barrieren abgebaut werden, weiß die Geschäftsführerin. Limburg wird so für noch mehr Menschen attraktiv. Welche Menschen sich über Leichte Sprache, eine sehr vereinfachte Form der deutschen Sprache, die nach speziellen Regeln ausgeführt wird, freuen, erklärte die Prüflesergruppe beim Übergabetermin auch: Neben Menschen mit Lernschwierigkeiten seien es auch Menschen die nicht gut lesen können, Menschen deren Muttersprache nicht Deutsch ist, Menschen mit beginnender Demenz oder auch, wegen der Schriftgröße, Senioren.

„Die Altstadt von Limburg ist etwas ganz Besonderes“, sagt Sonja Quirein, Geschäftsführerin der Touristinformation Limburg. Diese Begeisterung über die Geschichte der Domstadt und ihre historischen Gebäude weiterzugeben, anderen Menschen zu zeigen, wie schön Limburg ist, dass ist eine der Aufgaben des Teams der Touristinformation, zu der neben den Angestellten im Büro in der Barfüßerstraße auch knapp 50 Stadtführerinnen und Stadtführer gehören. Aber: Nicht alle Menschen können die Informationen über die Altstadt, so wie sie aktuell aufbereitet sind, auch verstehen. Daher sei mit dem Leichte Sprache-Führer nun ein Schritt in Richtung Inklusion und sprachliche Barrierefreiheit gemacht. Das sich dieser Schritt verwirklichen konnte, daran hat auch die Limburger Kreissparkasse einen entscheidenden Anteil. Sie spendete Geld für den Druck der Broschüre.

„Wir haben dieses tolle Projekt gerne unterstützt“, sagte Sparkassendirektor Mario Rohrer bei der Übergabe und zeigte sich so begeistert, dass er auch den nächsten Druck erneut mitfinanzieren möchte.

Nach dem offiziellen Termin, bei dem 100 Broschüren an die Touristinformation übergeben wurden, gab es für die Prüflesergruppe als Dankeschön eine Stadtführung durch Limburgs Altstadt. Stadtführer und Nachtwächter Helmut Ulm führte die Gruppe durch die Stadt. Der Großteil der Gruppe hatte zuvor noch nie eine Stadtführung in Limburg gemacht. „Weil Geschichte oft schwer zu verstehen ist“, erklärten dies die Prüfleser. Das hat sich nun aber glücklicherweise in Limburg geändert.

Es freuen sich über die neue Broschüre in Leichter Sprache: (von links) Vorsitzender des Verkehrs-und Verschönerungsvereins Paul-Josef Hagen, Mario Rohrer von der Kreissparkasse, die Prüflesergruppe mit Yasin Sahiner, Leska Hartung, Reiner Löbisch und Jessica Louia, sowie Touristinfo-Geschäftsführerin Sonja Quirein und Nachtwächter Helmut Ulm

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